Tipps zur Vertragsgestaltung (1)

Wer einen Vertrag selbst errichtet, muss sich im Klaren darüber sein, dass es viele rechtliche Fallen gibt. Schon ein einziger Fehler im Vertrag kann zu gravierenden Problemen führen. Wer als Laie selbst einen Vertrag errichtet muss sich darüber bewusst sein, dass ein großes rechtliches Risiko eingegangen wird. Selbst das Verwenden von Mustern kann problematisch sein. Vielleicht ist das Muster auf den zu regelnden Sachverhalt nicht anwendbar. Es kann auch veraltet sein oder sich auf die unrichtigen Vorschriften beziehen. Personen ohne juristische Kenntnisse können in der Regel nicht beurteilen, ob Muster passend ist. Für alle Verträge mit wesentlicher wirtschaftlicher Bedeutung ist professionelle Vertragsgestaltung notwendig. Das Sparen an der falschen Stelle kann sehr teuer werden.

Für alle die dennoch Verträge selbst gestalten möchten, geben wir wenigstens wichtige Tipps Vertragsgestaltung. Diese Tpps sollen auch das Bewustsein für juristische Gefahren fördern !

5 Tipps zur Vertragsgestaltung (1)

1.: Die richtige Formulierung: Häufig wird das was vereinbart werden soll nicht niedergeschrieben.Das kann zum Beispiel damit zusammenhängen, dass die Person – die den Vertrag formuliert – nicht hinreichend darüber nachdenkt. Bereits ein falsch verwendetes Wort, kann zu einer gänzlich anderen Bedeutung führen, als das was eigentlich ausgedrückt werden soll.

2. Allfällige Formvorschriften beachten: Grundsätzlich besteht in Österreich Formfreiheit Verträge. D. h. Verträge können zum Beispiel mündlich oder schriftlich abgeschlossen werden. Gibt es eine Bürgschaft, muss ist Schriftlichkeit notwendigeine.

3. Bereits zum Beginn das Ende im Blick haben: Häufig wird beim Abschluss des Vertrages vergessen zu regeln, wie das Vertragsverhältnis wieder beendet werden soll bzw. kann. In der Regel ist es dennoch möglich den zu Vertrag beenden und sich dabei auf gesetzliche Vorgaben zu stützen. Besser ist es jedoch das Ende des Vertrages zu regeln. So können die Vertragsparteien eine für sie passende Vorgehensweise schaffen.

4. Widerspruch: Häufig beinhalten Verträge sich widersprechende Passagen. Das führt zu Auslegungs- und Beweisproblemem und kann zum Streit führen..

5.: Benachteiligungen der anderen Vertragspartei: Die besten Verträge sind jene, die eine passende Situation für sämtliche Vertragsparteien darstellen. Wird eine Vertragspartei benachteiligt, kann dies sogar zur Unwirksamkeit von (Entgelt-)Vereinbarungen führen. Vertragstreue führen. Zwar kann der Vertrag dennoch (gerichtlich) durchgesetzt werden. Das ist aber nicht erstrebenswert. Verträge sollten freiwillig eingehalten werden. Wird eine Partei sogar gröblich benachteiligt, kann dies zur Unwirksamkeit von Bestimmungen führen.

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